Frisch gemahlenes Getreide eröffnet beim Backen neue Möglichkeiten. Sie entscheiden selbst, welches Korn Sie verwenden, können unterschiedliche Mahlgrade ausprobieren und mahlen genau die Menge, die Sie für Ihr Rezept benötigen.
Wer sich zum ersten Mal mit Getreidemühlen beschäftigt, merkt allerdings schnell: Die Modelle unterscheiden sich deutlich. Wie leistungsfähig muss die Mühle sein? Welche Mahlmenge reicht aus? Und lohnt sich eine eigene Mühle auch dann, wenn Sie nicht jeden Tag Brot backen?
Für wen lohnt sich eine Getreidemühle?
Eine eigene Mühle ist besonders interessant, wenn Sie regelmäßig Brot, Brötchen, Kuchen oder andere Backwaren mit frisch gemahlenem Getreide zubereiten möchten.
Auch wer gerne verschiedene Getreidesorten ausprobiert oder die Zusammensetzung seines Mehls selbst bestimmen möchte, gewinnt damit mehr Freiheit. Die wichtigste Frage vor dem Kauf lautet deshalb nicht: Welche Mühle ist die größte? Sondern: Wie möchten Sie sie im Alltag nutzen?
Welches Getreide kann ich mahlen?
Weizen, Dinkel und Roggen gehören zu den klassischen Getreidesorten für die heimische Mehlherstellung. Welche weiteren Körner verarbeitet werden dürfen, hängt von der jeweiligen Mühle ab.
Beachten Sie deshalb immer die Freigaben des Herstellers. Ölhaltige Saaten, feuchte Zutaten oder ungeeignete Lebensmittel können das Mahlwerk beschädigen und gehören nicht automatisch in eine Getreidemühle.
Mahlgrad: Von fein bis grob
Eine gute Getreidemühle sollte Ihnen ermöglichen, die Körnung an das jeweilige Rezept anzupassen. Feines Mehl benötigen Sie beispielsweise für andere Backprojekte als groberes Schrot.
Wenn Sie unterschiedliche Brote, Brötchen oder Teige ausprobieren möchten, ist ein gut verstellbarer Mahlgrad deshalb deutlich wichtiger als eine lange Liste zusätzlicher Funktionen.
Wie viel Mahlleistung brauche ich?
Wenn Sie gelegentlich einen Kuchen oder ein einzelnes Brot backen, benötigen Sie andere Mengen als bei mehreren großen Broten pro Woche.
Eine höhere Mahlleistung kann komfortabel sein, wenn regelmäßig größere Mengen verarbeitet werden. Bei kleineren Haushalten kann dagegen bereits ein kompakteres Modell vollkommen ausreichen.
Getreidemühle oder Flocker?
Vielleicht möchten Sie nicht nur Mehl herstellen. Wer morgens gerne frische Flocken für Müsli oder Porridge verwendet, sollte zusätzlich über einen Flocker oder ein Kombigerät nachdenken.
Gerade vor dem Kauf lohnt es sich deshalb, etwas weiter zu denken: Möchten Sie ausschließlich Getreide mahlen oder soll das Gerät Teil einer vielseitigeren Frühstücks- und Backroutine werden?
So starten Sie unkompliziert
- Beginnen Sie mit einer Getreidesorte, die Sie bereits kennen, etwa Weizen oder Dinkel.
- Mahlen Sie zunächst nur die Menge, die Sie direkt verarbeiten möchten.
- Probieren Sie bei vertrauten Rezepten zunächst einen Anteil frisch gemahlenen Mehls aus.
- Notieren Sie Mahlgrad und Ergebnis, wenn Sie mit unterschiedlichen Einstellungen experimentieren.
Eine Getreidemühle verändert nicht automatisch jedes Rezept. Sie gibt Ihnen vielmehr eine zusätzliche Möglichkeit, Zutaten bewusster auszuwählen und Neues auszuprobieren. Genau das macht sie für viele Backbegeisterte so interessant.






